Wann: 11. Juli 2026 | 19:00 Uhr
Laboratorio17
Zielgruppe: für alle ab 6 Jahren
Sensorische Reize: hohe Lautstärke
Über die Residenz
Wie kann Kunst Nachbar*innenschaften verbinden und nachhaltig zu einem Gefühl der Solidarität beitragen?
„Mit dieser Leitfrage möchten wir erforschen, wie künstlerische Interventionen im Jungbusch Nachbar*innen, Institutionen und Publikum miteinander in Beziehung bringen können. Im Zentrum steht die Entwicklung einer Musik- und Erzählperformance, die als verbindende soziale Praxis im Jungbusch umgesetzt wird. In Zeiten digitaler Vereinzelung, steigenden Selbstoptimierungsdrucks, autoritärer Politiken und sozialer Fragmentierung.
Das Festival fragt nach Räumen und Praktiken eines neuen Miteinanders. Analog Assemblies – Jungbusch setzt genau dort an: Viele Menschen erleben, wie die soziale Infrastruktur ihrer Nachbarschaften sich langsam aufzulösen scheint – Räume der Begegnung werden knapper, vertraute Orte werden verdrängt. Der Verlust gemeinschaftlicher Infrastruktur gefährdet die sozialen Netze, die ein Zusammenleben ermöglichen. Unser Projekt antwortet darauf mit einem bewussten Fokus auf analoge Präsenz und gemeinschaftliches Handeln. Das Ziel unserer Performance ist nicht, ein primär konsumierbares Event zu gestalten, sondern nachhaltige Verbindungen anzustoßen.
Analog Assemblies – Jungbusch ist als offenes, wachsendes Format angelegt. Musik, Erzählungen und zwischenmenschliche Begegnung greifen ineinander und bilden ein Gemeinschaftswerk. Wir arbeiten prozessual und ortsbezogen: Der Stadtteil Jungbusch wird zum künstlerischen und sozialen Resonanzraum. Die Proben sind nicht abgeschlossen, sondern bewusst einsehbar und zugänglich, sodass Nachbar*innen eingeladen sind, mitzuwirken, zuzuschauen oder einfach anwesend zu sein.“ /Laila Mahmoud und Vincent Bababoutilabo
Über die Künstler*innen
Im Zentrum des Vorhabens steht die in Mannheim wirkende Musikerin Laila Mahmoud. Sie ist aktives Mitglied im Vorstand des Vereins Dialograum Kultur Rhein-Neckar, spielt in zahlreichen Ensembles und hat in Mannheim an der Popakademie Baden-Württemberg sowie in Homs (Syrien) Musik und Musikpädagogik studiert. Sie wird begleitet durch die Band Rosa Shakur des Musikers Vincent Bababoutilabo. Er ist ein in Berlin und Zwingenberg (Bergstraße) lebender Künstler und Autor. Dank des Schwindelfrei Festivals produzierte er im Kollektiv 2020 seinen ersten Audiowalk. Zu seinen Arbeiten gehört u. a. der Audiowalk „zurückERZÄHLT“, der 2022 mit dem 1. Platz des audiowalk-awards ausgezeichnet wurde, sowie das Album „Rosa Shakur“ der gleichnamigen Band. Als Sideman ist er im Andromeda Mega Express Orchestra aktiv.
Was erwartet dich?
Ein Open-Air-Konzert mit gemeinsamem Essen, bei dem Menschen aus dem Viertel zusammenkommen und in Austausch treten können.
Cast & Credits
Laila Mahmoud
Vincent Bababoutilabo
und weitere Künstler*innen
https://www.instagram.com/p/DQr4VUqjtcB
Mit dem Kulturpass erhalten Sie freien Eintritt. Reservierung über das Buchungstool vom Eintanzhaus hier
