Die Träume, die Wirklichkeit

Wann: 12. März 2023 | 11:00 Uhr

Alte Feuerwache


Wer die Bücher von Judith Hermann liebt, wird auf jedes neue sehnlichst warten. Und wer liebt sie nicht? Niemand, der oder die bei literarischem Verstand ist und ein Herz im Brustkasten sitzen hat. Ihre Romane und Erzählungen kommen in großen Abständen aus Berlin oder von der Nordsee, wo Judith Hermann lebt, in die Städte und auf die Büchertische. Welch Freude, dass nach ihrem großen Erfolg, dem Roman „Daheim“ jetzt schon wieder ein Buch erscheint. Eines, das anders ist als die anderen. Und doch auch eines, das so wundersam, so ernst, so lebensvoll traurig und still und so voller Erstaunen und Liebe steckt wie alle anderen dieser Schriftstellerin. „Wir hätten uns alles gesagt“ war eigentlich die Frankfurter Poetikvorlesung von Judith Hermann, die sie 2021 gehalten hat. Aber schreibend hat sie sich verwandelt zu einer Geschichte, die mehr ist als Judith Hermanns Autobiographie und mehr als Poetik. Die auch mehr ist als die Geschichte eines unkonventionellen Lebens, als der Abschied von den Eltern und der Stadt, dem Glück im Sommer an der See.

Woran erinnern wir uns, fragt Judith Hermann. Wo verlaufen die Grenzen zwischen Leben und Träumerei, zwischen Wirklichkeit und dieser fragilen Erinnerung, die mehr Phantasie ist als in der Realität verankert, wenn man ihr nur lang genug lauscht. Das neue Buch öffnet Kistchen und Kästen, Türen und Luken dieser Phantasie – um was zu finden? Geheimnisse? Wahrheit? Verlassenheit? Ein ganzes Lebensgefühl, das ist es, was Judith Hermanns Leser:innen sich von ihren Büchern erhoffen. Sie werden es wieder finden, wenn diese Autorin, deren Blick in Seelen zu schauen scheint, im Gespräch mit Christoph Schröder von Freiheit erzählt und dem, was es bedeuten kann, zu leben.

Kartenreservierung:

bitte direkt über die Alte Feurwache: unter info@altefeuerwache.com