Archiv für den Tag: 16. Mai 2019

Heidelberger Literaturtage 2019 – Gnawa Deutschland in Concert: Live-Musik aus dem Maghreb

Wo: Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz, Heidelberg
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 13. Mai 2019 und erhalten per Mail, Telefon oder in unseren Sprechstunden einen Gutschein-Code für ein Ticket, den Sie auf der Website der Veranstaltung (hier) einlösen können.
Gnawa Deutschland in Concert: Live-Musik aus dem Maghreb
Die vier Künstler der Band „Gnawa Deutschland“, Rachid Lamouri, Habib Belk, Zakaria Izoubaz und Rabiie Rezgaoui erwecken mit ihrer Bühnen-Performance die jahrhundertealte Gnawa-Musik zum Leben und fesseln das Publikum mit Trance-Musik, traditionellen Instrumenten, Gesang und akrobatischem Tanz.
„Gnawa Deutschland“ wurde 2017 gegründet. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Städten Deutschlands: Habib Belk aus Düsseldorf (Guimbri und Gesang), Rachid Lamouri aus Bonn, Zakaria Izoubaz aus Heddesheim, Rabiie Rezgaoui aus Bad Salzuflen (alle Karkabou, Tanz und Gesang). Seit den 1980er Jahren hat sich die in Marokko fest verwurzelte Gnawa Musik auch weltweit verbreitet, z. B. in Brüssel, London, New York und Tokio.
Ein neuer Sound Afrikas
Die Gnawa sind Nachfahren von Westafrikanern, die ab dem 11. Jahrhundert aus dem Gebiet der heutigen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger, Mali, Guinea und Sudan über Timbuktu verschleppt und im Maghreb versklavt wurden. Mit ihrer rhythmusbetonten Musik erneuerten sie nicht nur den Sound Nordafrikas, sondern übten auch großen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz aus. Seit den 1960er Jahren interessierten sich renommierte US-Jazzmusiker wie Archie Shepp, Pharaoh Sanders und Randy Weston für diese Musik und traten zusammen mit Gnawa-Meistern auf. Auch Rockstars wie Jimi Hendrix, Led Zeppelin oder Carlos Santana ließen sich von der Trance-Musik inspirieren.
Zum Gnawa- und Musik-der-Welt-Festival in der marokkanischen Hafenstadt Essaouira kommen seit 1998 jährlich fast eine halbe Million Besucher. Heute ist die „Gnawa-Community“ weltweit verbreitet.

Literaturtage Heidelberg 2019 – Florian Vetsch und Boris Kerenski: Tanger Telegramm

Wo: Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz, Heidelberg
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 13. Mai 2019 und erhalten per Mail, Telefon oder in unseren Sprechstunden einen Gutschein-Code für ein Ticket, den Sie auf der Website der Veranstaltung (hier) einlösen können.
 
Reise durch die Literaturen einer legendären marokkanischen Stadt
Tanger bedeutet „Internationale Zone“, auch außerhalb der gleichnamigen historischen Epoche. Tanger bezeichnet einen nach Leben duftenden Freiraum. Tanger schildert einen Ort in unseren Köpfen, in dem man sich lustvoll verlieren kann.
Florian Vetsch und Boris Kerenski nehmen Sie mit in eine faszinierende Stadt, deren Name allein schon pure Poesie ist. Dem Besucher erschließen sich tangerine Inhalte wie Kiff, Sexualität, Trancemusik und Interkulturalität. Doch rücken immer wieder die Stadt selbst und die strengen oder libertinären Sitten ihrer vielfältigen Bewohner ins Zentrum. Die „Beat Generation“ und ihr deutsches Pendant, Stimmen arabischer Frauen, die Musikkultur von Jajouka oder der Tod von Paul Bowles, das Ende einer Ära, an deren Horizont sich gleichwohl eine neue abzeichnet.
Florian Vetsch, geboren 1960 in Buchs im Rheintal, studierte Germanistik, Philosophie, Literaturkritik an der Universität Zürich und promovierte 1992 in Philosophie. Freier Mitarbeiter verschiedener Literaturmagazine und Zeitungen. Er ist Autor, Übersetzer & Herausgeber. Arbeitet als Philosophie- & Deutschlehrer am Gymnasium St. Gallen.
Boris Kerenski, geboren 1971 in Stuttgart. Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er verantwortete Pressearbeit, machte Werbung, unterrichtete als Dozent im Literaturhaus Stuttgart, war Redakteur für diverse Print- und Onlinemedien und ist mittlerweile als Gymnasiallehrer tätig.

Das Haus (LU) – Clyde´s Delight feat. J.-Y. Jung & K. Gasteiger

Wo: Dôme, Kulturzentrum DasHaus (Bahnhofstraße 30, 67059 Ludwigshafen)
Wie viele: 10 Karten
Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Kulturzentrum Das Haus abholen.

Clyde´s Delight feat. J.-Y. Jung & K. Gasteiger

Line-up:
Jean-Yves Jung Hammond-Orgel
Klaus Gasteiger Gitarre
Uli Kleideiter Schlagzeug
Organ Jazz der Spitzenklasse verspricht dieses Trio, bestehend aus Jean-Yves Jung (Hammond-Orgel), Klaus Gasteiger (Gitarre) und Uli Kleideiter (Schlagzeug). Mit ihrem Konzertprogramm präsentiert Clyde´s Delight eine hohe stilistische Vielfalt: Songs von groovigen Soul Jazz über feinsinnige Balladen bis hin zu swingenden Jazzkompositionen – alles in Verbindung mit einem dynamischen, homogenen und genretypischen Sound. Einem Sound der mit der typischen Hammond Organ Trio Besetzung in den 1950ern seinen Anfang nahm und mittlerweile zu einem Klassiker des Jazz zählt
 

Alte Feuerwache (MA) – GIULIA BECKER

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.
 

GIULIA BECKER

Giulia Becker, Autorin vom Neo Magazin Royale, erzählt in ihrem Debütroman „Das Leben ist eins der Härtesten“ eine grandiose Geschichte voller Wärme und Humor, mit wunderbar wundersamen Charakteren.
Sie erzählt in ihrem Debütroman eine grandiose Geschichte voller Wärme und Humor, mit wunderbar wundersamen Charakteren. Vier Menschen stehen vor Problemen: Silke vor ihrem Exmann, Willy-Martin vor einem sabbernden Hund, Renate vor einem Berg Teleshopping-Impulskäufen und Frau Goebel vor dem Tod. Alle vier beschließen davonzulaufen; auf einem turbulenten Abenteuertrip vom beschaulichen Borken ins ostdeutsche Paradies Tropical Islands und zurück. Giulia Beckers Figuren bewegen sich in einer Welt, die zu viele Fallstricke legt und zu wenig Hauptgewinne zu verteilen hat. Sie verlieren viel, aber gewinnen einander, und welches Glück könnte größer sein?
Giulia Becker, geboren 1991, singt, twittert und schauspielert. Und sie schreibt im Autorenteam von Jan Böhmermann. Seit Jahren bricht sie dafür immer mal wieder ihr Medien- und Literaturwissenschaftsstudium in Siegen ab, lebt und arbeitet stattdessen in Köln. Für das Neo Magazin Royale ist sie aber nicht nur als Autorin tätig, sondern steht auch selbst immer öfter vor der Kamera: Vor allem ihr Clip „Verdammte Schei*e“, in dem u.a. Ina Müller und Nora Tschirner auftreten, haben mittlerweile über 900.000 Menschen auf YouTube angeschaut. Im März wurde Giulia Becker für „Das Leben ist eins der Härtesten“ mit dem Silberschweinpreis — dem Debütpreis des internationalen Literaturfestivals lit.COLOGNE — ausgezeichnet.
Aktuell ist Giulia Becker als Sängerin im Duett mit Mine auf deren neuem Album „Klebstoff“ zu hören!

Literaturtage Heidelberg 2019 – Habib Tengour: Der Alte vom Berge

Wo: Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz, Heidelberg
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 13. Mai 2019 und erhalten per Mail, Telefon oder in unseren Sprechstunden einen Gutschein-Code für ein Ticket, den Sie auf der Website der Veranstaltung (hier) einlösen können.
 
Der Alte vom Berge
Lesung und Gespräch in französischer und deutscher Sprache
Hans Thill im Gespräch mit dem algerischen Autor und Kulturanthropologen Habib Tengour und seiner Übersetzerin Regina Keil-Sagawe über die Anfänge des Islamismus im persischen Mittelalter und sein aktuelles Remake.
In seinem Roman-Klassiker „Le Vieux de la Montagne“, der soeben auf Deutsch erschienen ist („Der Alte vom Berge“, Bremen, Sujet-Verlag 2019), setzt Tengour wie im Labor drei historische Gestalten in Szene: Hassan as-Sabah, Nizam al-Mulk und Omar Khajjam – den fanatischen islamistischen Sektenführer der Assassinen, den skrupellosen Machtpolitiker und den weltfernen Poeten und Wissenschaftler in seinem Elfenbeinturm. Von den Schauplätzen des orientalischen Mittelalters – Alamut, Nischapur, Bagdad, Qom – katapultiert er seine Figuren bald ins Pariser Emigrantenmilieu, bald ins Algerien der Gegenwart. Ein lyrisches „zapping“ quer durch Epochen und Kontinente, das den Blick für historische Parallelen schärft und im Spiegel des dekadenten, einst so glanzvollen Abbasidenreichs (750 – 1258) die Frage nach der Verantwortung der Intellektuellen angesichts ideologischer Verkrustung stellt.
Habib Tengour, 1947 in Algerien geboren, folgte seinen Eltern 1958 ins Pariser Exil, studierte Soziologie und wurde früh politisch sensibilisiert. In poetischer Prosa, Essays und Theaterstücken, spürt er dem kulturellen Gedächtnis Algeriens im Fadenkreuz west-östlicher Einflüsse nach. 2016 gewann er den Dante-Preis der EU für sein Gesamtwerk.
Moderation:
Hans Thill und Regina Keil-Sagawe

Heidelberger Literaturtage 2o19 – Amina Boumaaiz und Luna Al-Mousli: Amina, Luna, Deutschland und der Islam

Wo: Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz, Heidelberg
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 13. Mai 2019 und erhalten per Mail, Telefon oder in unseren Sprechstunden einen Gutschein-Code für ein Ticket, den Sie auf der Website der Veranstaltung (hier) einlösen können.
 
Amina, Luna, Deutschland und der Islam
Regina Keil-Sagawe diskutiert mit Amina Boumaaiz (Casablanca / Freiburg) und Luna Al-Mousli (Wien) über moderne Lesarten des Korans und Spielräume des Islams, wie sie sich in Ost und West als lebendige Antwort auf gewandelte Lebenswelten zeigen.
Dass junge Musliminnen ihre Religion oft ganz anders erleben, sehr viel entspannter und bunter, als gängige Schwarz-Weiß-Malerei es suggeriert, dämmert einem wohl spätestens bei der Lektüre von Luna Al-Mouslis neuem Roman „Als Oma, Gott und Britney sich im Wohnzimmer trafen oder Der Islam und ich“. Wie Luna in Syrien und Amina Boumaaiz in Marokko den Islam ihrer Kindheit erlebten, wie sie ihn heute in ihrem deutschsprachigen Umfeld wahrnehmen und in welcher Form sie ihn weitergeben als Autorin, Verlegerin, Impulsgeberin, wird Thema dieses Podiums sein.
Amina Boumaaiz, 1968 in Casablanca geboren, lebt seit 1991 in Freiburg. Die studierte Germanistin und Islamwissenschaftlerin arbeitet als Dozentin für islamische Religionspädagogik an den Pädagogischen Hochschulen in Karlsruhe, Freiburg, Weingarten und Heidelberg. 2005 hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, Jörg Imran Schröter, den VIBE-Verlag für Islamische Bildung und Erziehung gegründet. Sie ist ehrenamtlich in zahlreichen kirchlichen und kommunalen Gremien für interreligiösen Dialog und Integration von Migranten aktiv, aktuell als Leiterin im Heidelberger Projekt „Ankommen“ („Verein Mosaik“).
Luna Al-Mousli, geboren 1990 in Melk, aufgewachsen in Damaskus, lebt und arbeitet als Autorin und Grafik-Designerin in Wien. Die 28-Jährige engagiert sich heute im Bereich Bildung und Integration in Österreich.