Archiv des Autors: Kulturparkett Rhein Neckar

Kultur Rhein-Neckar (LU) – Festival: Inselsommer

Wo: Parkinsel Ludwigshafen
Eintritt frei

 

Inselsommer

 

Nach sieben Jahren ist der INSELSOMMER 2018 wieder auf die Parkinsel zurück gekommen – und 2019 geht es weiter!
Weltmusik aus Deutschland – die klingende und innovative Seite der Globalisierung – steht im Zentrum des INSELSOMMERs. Bands aus ganz Deutschland und der europäischen Nachbarschaft sorgen für gute Laune. Kindertheater der Theaterkumpanei KiTZ – mit ästhetisch-poetisch hohem Anspruch – ist nicht allein für Kinder ein Vergnügen! Beim BetterWorldMarket stellten Aktive und Engagierte aus Ludwigshafen und der Region Projekte vor, die die Welt (ein bißchen) besser machen. Lecker Essen aus verschiedenen Kulturen und Küchen gehört zum Wohlfühlen.
Ein Kultur-Sommer-Erlebnis wie es viele nicht missen wollen. 2019 sind wir vom 15. -23. Juni auf der Insel.

KULTUR & NACHHALTIGKEIT (Diskussion)

DAI Heidelberg – Christiane Schröter und Christopher Henning, Zeitschrift für Gegenwartsliteratur

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 11. Juni beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 

Christiane Schröter und Christopher Henning

Foto: Evein Obulor
  • Zeitschrift für Gegenwartsliteratur
  • Literatur

Die seit 2018 bestehende Literaturzeitschrift (ehemals ABRISS) hat die Publikation und Verbreitung gegenwartsliterarischer Texte zum Ziel.

Sie wird zweimal jährlich von einer Redaktion junger PhilologInnen herausgegeben. Publiziert werden Texte von Autorinnen und Autoren unabhängig von Alter und Herkunft; Einschränkungen aufgrund von Textgattung, Stil oder inhaltlicher Ausrichtung stehen nicht im Vordergrund.

Ziel der Zeitschrift ist, kraft Aufeinandertreffens unterschiedlicher Textsprachen dem Medium des gedruckten Wortes Rechnung zu tragen und daran zu erinnern, dass das Wort nicht an der Oberfläche eines Bildschirms hängen bleibt, sondern aufreibt und fordert, Brüche hat und solche erzeugt.

In der Reihe Local Monday

Kultur Rhein-Neckar (LU) – Festival: Inselsommer

Wo: Parkinsel Ludwigshafen
Eintritt frei

 

Inselsommer

Nach sieben Jahren ist der INSELSOMMER 2018 wieder auf die Parkinsel zurück gekommen – und 2019 geht es weiter!
Weltmusik aus Deutschland – die klingende und innovative Seite der Globalisierung – steht im Zentrum des INSELSOMMERs. Bands aus ganz Deutschland und der europäischen Nachbarschaft sorgen für gute Laune. Kindertheater der Theaterkumpanei KiTZ – mit ästhetisch-poetisch hohem Anspruch – ist nicht allein für Kinder ein Vergnügen! Beim BetterWorldMarket stellten Aktive und Engagierte aus Ludwigshafen und der Region Projekte vor, die die Welt (ein bißchen) besser machen. Lecker Essen aus verschiedenen Kulturen und Küchen gehört zum Wohlfühlen.
Ein Kultur-Sommer-Erlebnis wie es viele nicht missen wollen. 2019 sind wir vom 15. -23. Juni auf der Insel.

KUNST UND WEIN (Oleg Korchagin, Martin Pfeifle und Michael Volkmer im Gespräch)

Nationaltheater (MA) – Wir (nach dem Roman von Jewgenij Samjatin)

Wo: Nationaltheater Studio Werkhaus (Schillerstr.) -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis vier Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Wir

nach dem Roman von Jewgenij Samjatin

Die ferne Zukunft. Die letzten Menschen leben innerhalb der Mauern des »Einzigen Staates« und sind heilfroh, sich nicht mehr mit überholten Konzepten wie Liebe und Freiheit abmühen zu müssen. So kann sich auch D-503, Konstrukteur des Raketenschiffs »Integral«, nichts Besseres vorstellen, als eine perfekte Nummer im Kollektiv zu sein, sein rosa Billett beim streng geregelten intimen Kontakt abzugeben und durch die gläsernen Wände seiner Wohnung die heile, logische Welt zu betrachten. Bis er sich in die mysteriöse Nummer I-330 verliebt. Mit einem Mal sind da alle diese Emotionen, diese aufregenden Geheimnisse. Entscheidet sich D-503 am Ende doch gegen den vorgegebenen Lebensentwurf?

Jewgenij Samjatin schrieb »Wir« bereits 1920, lange bevor Huxley, Bradbury oder Orwell mit ihren düsteren Zukunftsvisionen berühmt wurden. Roscha A. Säidow, derzeit Artist-in-Residence am Puppentheater Magdeburg, hat sich als formstarke Geschichtenerzählerin einen Namen gemacht und bringt Samjatins vergessenen Klassiker der Science-Fiction-Literatur als Mischung aus Schauspiel, Performance und Hörspiel auf die Bühne.

Premiere: Fr, 24. Mai 2019

Theater Pfalzbau (LU) in der Friedenskirche ! – Konzert Beethovenchor: Judas Maccabaeus

Wo: Friedeskirche Ludwigshafen (Leuschnerstraße 56, 67063 Ludwigshafen am Rhein)
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Konzert Beethovenchor: Judas Maccabaeus

 

Beethovenchor
Von Georg Friedrich Händel
Oratorium in 3 Akten für Soli, Chor und Orchester

Das Oratorium Judas Maccabaeus erzählt die Geschichte vom Kampf der Juden gegen die Herrschaft der Seleukiden. Im Hintergrund der Handlung allerdings scheint die damals hochaktuelle politische Auseinandersetzung zwischen den schottischen Jakobiten unter der Führung des katholischen Stuart-Vertreters Charles Edward un den königstreuen Regierungstruppen auf.
Nachdem die aufständischen Jakobiten am 16. April 1746 endgültig geschlagen worden waren, machte sich Georg Friedrich Händel daran, ein Oratorium zur Huldigung des siegreichen Feldherrn Wilhelm August, Herzog von Cumberland, zu verfassen. In bekanntem Händel’schen Tempo war das vollständig instrumentierte Werk bereits am 11. August 1746 fertig – fünf Wochen nach Arbeitsbeginn. Die Uraufführung fand jedoch erst am 1. April 1747 im Royal Opera House Covent Garden in London statt. Schnell wurde Judas Maccabaeus zu Händels populärstem Oratorium, was den Komponisten dazu verführte, sein Ursprungswerk mit weiteren Nummern auszureichern. Die Handlung ist einfach und heroisch geprägt. Nach dem Tod des Vaters von Judas Maccabaeus verkündet der Hohepriester Simon, dass Gott in einer Offenbarung Judas Maccabaeus zum Nachfolger bestimmt hat. Er werde die Israeliten zum Sieg führen. Die Israeliten gehen siegreich aus der Schlacht gegen Samaria und Syrien hervor und kehren zurück. Aber in die Preisgesänge für Judas bricht die Nachricht herein, dass Ägypten neue Kriegspläne schmiedet. Den zunächst verzweifelten Israeliten entgegnet Simon, die neue Plage sei nicht zu unserem Verderben, sondern zu ihrer Züchtigung ausgesandt. Judas ruft erneut zur Schlacht, die Israeliten folgen. Auch in dieser Schlacht bleibt Judas Maccabaeus siegreich. Er ermahnt die Israeliten, auch in der Stunde des Sieges der Gefallenen zu gedenken. Außerdem kommt es zu einer dauerhaften Befriedung: Eupolemus, der jüdische Gesandte in Rom, berichtet von einem Bündnis mit Rom, das die Unabhängigkeit Judäas sichert. Mit Lob-und Dankgesängen endet das Oratorium. Die Handlung bot Händel die Möglichkeit zu starken und inhaltlich schlüssigen musikalischen Kontrastierungen. Das Oratorium enthält farbenreiche Arien, anrührende Klagegesänge und strahlende Triumph-Chöre.

DAI Heidelberg – Jakob Augstein und Nikolaus Blome, Oben und Unten

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 11. Juni beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 

Jakob Augstein und Nikolaus Blome

Fotos: Benjamin Zibner
  • Oben und Unten
  • Im Dialog

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten machen sich die Abgehängten und die Vergessenen ernsthaft bemerkbar: die, die sich nur so fühlen, und die, die es tatsächlich sind. Ihre Ängste und ihre Wünsche handeln von sozialer Gerechtigkeit, aber, und das ist neu, auch von nationaler Identität. Oben und Unten ist heute mehr als der Streit um Hartz IV, Niedriglohn oder Vermögensteuer.

Die neue Frage „Wer gehört dazu?” ist inzwischen genauso wichtig wie die alte Frage „Wer hat was?” – eine Debatte, die sich nicht mehr klar mit den Positionen „links“ oder „rechts“ verhandeln lässt. Augstein und Blome streiten in bewährter Weise: provokant, kontrovers und immer unterhaltsam.

Jakob Augstein ist Verleger der Wochenzeitung Der Freitag. Nikolaus Blome ist stellvertretender Chefredakteur der Bild. Wöchentlich diskutieren sie miteinander in der TV-Sendung Augstein und Blome über ein aktuelles Thema.

Lebendiger Neckar(HD) mit dem Kulturparkett (Stand 10)

 

Lebendiger Neckar

Aktionstag am Sonntag, 16. Juni 2019, für Jung und Alt

Einen Tag lang den Neckar in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt erleben – das können die Besucherinnen und Besucher des Aktionstags „Lebendiger Neckar“ am Sonntag, 16. Juni 2019. Zwischen Ladenburg und Eberbach laden die Kommunen am Fluss in diesem Jahr bereits zum 18. Mal zu dem regionalen Großereignis ein.

Auch in Heidelberg gibt  es von 11 bis 19 Uhr wieder ein buntes Programm (578,7 KB): Am nördlichen Neckarufer bieten mehr als 100 gemeinnützige Vereine, Organisationen, Gruppen, Institutionen, Schulen, Verbände und sozial-ökologische Initiativen jede Menge Attraktionen – vom Kinderflohmarkt bis zur Künstlermeile, von Livemusik bis zu Sportvorführungen und dem traditionellen Badeenten-Wettrennen an.

Die Besucherinnen und Besucher haben an dem Aktionstag auch zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv mitzuwirken. Die jüngsten Gäste können sich, unter anderem am Kinderspielplatz an der DLRG-Station, bei Bastelangeboten, Mal- und Gewinnaktionen sowie in einer Hüpfburg austoben.

Im Auftrag des Amtes für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg wird der Lebendige Neckar 2019 durch die Heidelberg Marketing GmbH, Abteilung Eventmanagement organisiert und durchgeführt.

Programm

Programmflyer Lebendiger Neckar 2019 zum Download (578,7 KB)

www.lebendigerneckar.de

 

 


Kultur Rhein-Neckar (LU) – Festival: Inselsommer

Wo: Parkinsel Ludwigshafen
Eintritt frei

 

Inselsommer

Nach sieben Jahren ist der INSELSOMMER 2018 wieder auf die Parkinsel zurück gekommen – und 2019 geht es weiter!
Weltmusik aus Deutschland – die klingende und innovative Seite der Globalisierung – steht im Zentrum des INSELSOMMERs. Bands aus ganz Deutschland und der europäischen Nachbarschaft sorgen für gute Laune. Kindertheater der Theaterkumpanei KiTZ – mit ästhetisch-poetisch hohem Anspruch – ist nicht allein für Kinder ein Vergnügen! Beim BetterWorldMarket stellten Aktive und Engagierte aus Ludwigshafen und der Region Projekte vor, die die Welt (ein bißchen) besser machen. Lecker Essen aus verschiedenen Kulturen und Küchen gehört zum Wohlfühlen.
Ein Kultur-Sommer-Erlebnis wie es viele nicht missen wollen. 2019 sind wir vom 15. -23. Juni auf der Insel.

Ab 11 Uhr             BetterWorldMarket 
11 Uhr                   Kunst auf die Insel (Vernissage)
11 Uhr                   Geht’s noch? (KiTZ Theaterkumpanei)
12 Uhr                   Geschichten aus dem Kurbelkoffer (Nicht nur für Kinder)
12 Uhr                   Paolo Santo (Cumbia Reggae und angolanische Champeta)
14:30 Uhr              Foltin (Pseudo Emigrant Cabaret Mazedonischer Rhythmus)

Nationaltheater (MA) – Richard Strauss: Salome (Oper)

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Opernhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Reservierungsanfragen richten Sie bis 4 Tage vor der Vorstellung ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550 oder direkt in den Sprechstunden). Nach Bestätigung können Sie mit ihrem Kulturpass eine Eintrittskarte direkt an der Abendkasse abholen.

Richard Strauss:

Salome

mit deutschen Übertiteln

Dieses Stück »schreie nach Musik«, schrieb Richard Strauss über Oscar Wildes 1891 entstandenes Drama Salome, welches den Schwerpunkt vom biblischen Mythos in Richtung einer psychologisch akzentuierten Charakterstudie verschiebt.

Eine dekadente Gesellschaft feiert den Geburtstag des Tetrarchen Herodes. Die Gäste stürzen sich in eine rauschhafte Orgie; Konversation findet nicht statt, denn man hört einander nicht zu, interessiert sich nicht für das Gesagte. Die Mächtigen des Hofes, Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen, sind zerstritten; man ist sich in der politischen Beurteilung des amtierenden Herrscher uneins und misstraut ihm. Der Einzelne bleibt innerhalb der Gesellschaft mit seinen Ängsten allein und isoliert. Jemand bringt sich um, doch niemand bemerkt den Selbstmord.

Die von allen sinnlich begehrte Prinzessin Salome sucht einen Moment der Ruhe innerhalb des rauschhaften Festes. Sie verabscheut ihre Umgebung. Die Verwerflichkeit ihrer Eltern Herodes und Herodias stößt sie ab. Aus dieser trotzigen Ablehnung heraus erklärt sich Salomes unbedingte Suche nach einem Halt im Leben.

Der Prophet Jochanaan, von ihrem Vater aus Angst vor seiner politischen Breitenwirkung eingekerkert, fasziniert die Prinzessin. Sie sucht seine Begegnung. Jochanaans Unbedingtheit fasziniert sie. Dieser Mann, der heftigste Kritiker am Sitten- und Werteverfall des gesamten Hofstaates, stellt eine Gegenposition dar, denn er vertritt eine konsequente Haltung, die sie selbst in ihrer Umgebung nie erfahren hat. Das unnahbare Wesen des Propheten reizt Salomes Sinnlichkeit und erweckt in ihr die Sehnsucht nach einem Leben jenseits dekadenter Oberflächlichkeit. Das Verlangen ihn zu berühren wird zu Salomes Obsession: ein Kuss und sei es von einem Toten…

Die übersteigerte Atmosphäre und raffinierte Musiksprache rief 1905 bei der Uraufführung der Salome an der Dresdner Hofoper eine Schockwirkung hervor. Die Meisterschaft der Vorlage, ihre nervöse Zerfaserung und atemlos wirkende Kürze der Sprache, inspirierten den Komponisten zu einem spannungsvollen Einakter, dessen Partitur voll Klangfarbenreizen und expressiver Harmonik die rauschhaft-exzentrischen Hingabe der Prinzessin Salome an den Propheten Jochanaan musikalisch zum Ausdruck bringt.

Packendes Musiktheater von knisternd schwüler Dramatik in einer Inszenierung von Gabriele Rech.

Dauer: 1 Stunden und 40 Minuten

Premiere: Sa, 14. Januar 2006

Theater Pfalzbau (LU) – Schauspiel: Sommergäste

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Sommergäste

Von Maxim Gorki
Deutsch von Ulrike Zemme
Fassung von Daniela Löffner und David Heiligers

DEUTSCHES THEATER BERLIN

GROSSE BÜHNE

Im Landhaus von Rechtsanwalt Bassow und seiner Frau Warwara trifft sich eine privilegierte Runde: Ärzte, Schriftsteller, Fabrikanten, Ingenieure. Die gehobene Mittelschicht hat die Stadt verlassen, um den Sommer im Grünen zu verbringen. Sie haben Zeit, sie haben Geld und führen ein überwiegend angenehmes, sorgenfreies Leben. Und doch fühlen sie sich einsam und leer, sind von sich selbst ermattet und müde von ihren Freiheiten. Da helfen auch die diversen Bindungen, Verhältnisse und Freundschaften nicht weiter. Sie sehnen sich nach einer anderen Zukunft – mit erlösender Liebe und einer sinnhafteren Erde. Sie reden, streiten, lamentieren und diskutieren. Wie mit diesem Weltschmerz umgehen? Was für eine Realität anstreben? Wozu sich weiter hetzen und warum Ideale verfolgen? Welche Vision entwerfen? Warwara: „Dieses Abwägen, dieses Berechnen! Wir haben so eine Angst vor dem Leben! Was soll das? Wir versinken im Selbstmitleid!“

Maxim Gorki schrieb Sommergäste 1904, am Vorabend der Russischen Revolution. Laut eigener Aussage wollte er mit diesem Szenenreigen und Beziehungsgeflecht „die moderne bürgerlich materialistische Intelligenz darstellen“. Er zeigt eine bequem gewordene Gesellschaft, die sich ihrer selbst nicht mehr sicher ist und in der es ruhelos rumort. Eine umwälzende Zeitenwende wirft ihre Schatten voraus auf diese Sommergäste und ihre suchenden Seelen.

Wie in Gorkis Stück die Szenen abrupt ineinander übergehen, ja sich manchmal geradezu ins Wort fallen, agiert das Ensemble auch in Daniela Löffners hoch verdichteter, von immenser Binnenspannung und freudigem Vertrauen in die Erzählungskraft des Theaters getragener Inszenierung. In ihrer mit dem Dramaturgen David Heiligers erstellten Fassung überwiegt eine heutige Redeweise („Du solltest eine Therapie machen, Warja!“), die Kostüme von Eva Martin entsprechen der aktuellen Mode. Das freilich ist nur die niedrigschwellige Oberfläche, unter der diese großartig geschlossene Aufführung eine ganze Welt ausbreitet: als kunstvolle Einladung zum Mitdenken, Mitfühlen, Mitlernen und Mitgenießen. Frankfurter Allgemeine Zeitung