Archiv der Kategorie: Literatur

europa_morgen_land (MA)- Jaroslav Rudiš

Sonntag, 15. März 2020, 17 Uhr

Wo: Port 25 Mannheim Hafenstr. 25-27

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

Jaroslav Rudiš

Sonntag, 15. März 2020, 17 Uhr

Port25 – Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25-27, 68159 Mannheim

Moderation: Eleonore Hefner

» Der Zug verließ den Bahnhof und Winterberg schaute aus dem Fenster und zeigte zu ein paar alten grünen Eisenbahnwagen auf der anderen Seite.

„Ja, ja, sehen Sie Herr Kraus, die Schmalspurbahn nach Oybin der sächsischen Spurweite 750 Millimeter, spätestens wenn wir in Bosnien sind, werde ich Ihnen etwas über die bosnische Spurweite von 760 Millimeter erzählen, ja, ja, die bosnische Spurweite kann lebensgefährlich sein, davon könnte der Thronfolger einiges erzählen, wenn er nicht tot wäre, ja, ja. Ich werde ihnen viel über den Schmalspurbahnenkrieg erzählen, der bis heute in Europa herrscht, da, sehen Sie, von Zittau fuhr früher ein Zug auch direkt nach Friedland, ja, ja, hier musste die Strecke abbiegen, ja, ja, genau. «

(Aus: Winterbergs letzte Reise © Luchterhand-Verlag 2019)

Stadtbibliothek Speyer: Premierenlesung – Im Zeichen des Löwen

Donnerstag, 20. Februar 2020, 19:30 Uhr

Wo: Vortragssaal Villa Ecarius, Bahnhofstraße 54, 67346 Speyer

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Bitte reservieren Sie – bis spätestens 3 Tage vor Veranstaltung – Ihre Karten per Mail an info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter der Nr. 0621/44 599 550. Bitte geben Sie an, dass Sie einen Kulturpass besitzen. Die Tickets können dann bei Vorlage Ihres Kulturpasses bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse abgeholt werden.

Die Anmeldung ist verbindlich. Wenn Ihnen etwas dazwischen kommt (Krankheit o. ä.), sagen Sie bitte unbedingt rechtzeitig ab, damit Ihr Platz wieder frei gegeben werden kann.

Premierenlesung mit Daniel Wolf „Im Zeichen des Löwen“

Friesland 1351: Schiffe zu bauen – das war schon immer der Traum des jungen Zimmermanns Jann Wilken. Mit seinen genialen Ideen will er die Seefahrt revolutionieren und sich in den Häfen der Hanse einen Namen machen. Aber Jann hat es nicht leicht. Er ist der uneheliche Sohn des mächtigen Wilke Tammen, der den Bastard verabscheut und täglich erniedrigt. Der jähzornige Wilke führt eine Blutfehde gegen seinen Erzfeind Enne Rycken und zieht seine Söhne in den Konflikt hinein. Jann ist seit langem heimlich in seine Jugendfreundin Jorien verliebt. Doch als er ihr endlich seine Gefühle gestehen will, wird sein Dorf von Enne angegriffen, und es kommt zur Katastrophe …

europa_morgen_land (Frankenthal) – Marko Dinić

Wo:  Stadtbücherei Frankenthal, Welschgasse 11, 67227 Frankenthal

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

 

Marko Dinić

Sonntag, 16. Februar 2020, 17 Uhr

Stadtbücherei Frankenthal, Welschgasse 11, 67227 Frankenthal

Moderation: Gisela Kerntke

» „Sie sind also Schriftsteller?“ fragte ich. Meine Neugier war wieder geweckt.

„Nein, nein! Um Gottes willen, das wäre ja zu viel des Guten. Es ist nicht die hohe Dichtkunst, kein Roman oder so etwas. Es ist vielmehr die Geschichte meiner Familie, die ich aufschreiben will. Knallharte Aufarbeitung, keine Gnade für niemanden! Ich suche nach den Ursachen, wissen Sie, also darf ich keine Rücksicht nehmen, auf meinen toten Bruder nicht, nicht auf meine Mutter oder gar meinen Vater, schon gar nicht auf irgendwelche Serben. Deshalb reise ich viel. Ich will die Leute treffen, denen Leid angetan wurde, diese kontaminierten Orte sehen … Nur die Verbrecher kann ich bei Gott nicht mehr sehen! In meinem Elternhaus sitzt immer noch einer und will nicht verrecken! Ich will nicht in die Verlegenheit kommen, etwas Menschliches in ihnen zu finden. Das würde mich nur durcheinanderbringen und mich von meiner eigentlichen Arbeit ablenken. Mir reicht schon dieser Zoo hier!“ Er deutete auf Zoran, der gerade konzentriert eine Geschichte oder einen Witz erzählte. «

(Aus: Die guten Tage © Zsolnay-Verlag 2019)