Archiv der Kategorie: Literatur

Klokke(MA) – Lesung: Migrationsgeschichte & Identität

Montag, 25.11.2019, ab 18.30 bis ca. 21 Uhr

Wo?

klokke (Anticafé / Open Space Konzept)
Mittelstraße 19
68169 Mannheim
www.dieklokke.de

Eintritt frei mit Kulturpass

Lesung: Migrationsgeschichte & Identität

 

„Du sprichst aber gut Deutsch“ oder „Woher kommst du wirklich?“ – Sätze, die Dilek Güngör und Viktor Funk seit ihrer Kindheit begegnen. Sie hat türkische Wurzeln und wurde in Schwäbisch Gmünd geboren, er ist Russlanddeutscher aus Kasachstan. Gemeinsam haben sie nicht nur den Beruf. Beide sind Journalist*innen und Autor*innen. Beide kennen auch das unablässige Bohren Fremder nach ihrer Herkunft. Aber auch das eigene Streben nach Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft und den Wunsch, nicht aufzufallen. Auch um den Preis, die eigene Herkunft, Sprache und Kultur zu verleugnen. Doch was bleibt dann noch von der eigenen Identität?

In ihrem Roman „Ich bin Özlem“ beschreibt Dilek Güngör mit bestechender Offenheit, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der „wahren“ Herkunft. Fragen, denen sich der Held aus Viktor Funks Roman ebenfalls stellt: „Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich“ handelt von den Identitätskrisen junger Migranten, ihrer Suche nach einem Platz in Deutschland und dem Kampf mit ihren Gefühlen.

Bei dieser Lesung werden beide Autoren aus ihren Werken vorlesen und mit den Gästen ihre Erfahrungen als Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland teilen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit ihnen und dem Kulturreferenten für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Edwin Warkentin, wird es ebenfalls um die Themen Integration und Identität sowie das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen gehen. Das Gespräch moderiert Ira Peter, freie Journalistin aus Mannheim.

Die Veranstaltung ist ein Angebot des Kulturreferats für Russlanddeutsche und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

Wann?

Montag, 25.11.2019, ab 18.30 bis ca. 21 Uhr:

Wo?

klokke (Anticafé / Open Space Konzept)
Mittelstraße 19
68169 Mannheim
www.dieklokke.de

 

https://www.facebook.com/events/2900836363274085/

 

Alte Feuerwache (MA) – Ein affengeiles Powerhouse (…)

SAMSTAG, 23. Februar 2019, 20 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.

Ein affengeiles Powerhouse. Joshua Groß, Lisa Krusche und Lars Weisbrod suchen neue Formen für Kritik

„lesen.hören 13“

Alles liegt offen: die Lügen von Trump, die Skrupellosigkeit von Dobrindt und Seehofer, die Machenschaften der FIFA, die Fremden- und Frauenfeindlichkeit der AfD, die ökologischen Sünden von SUV-Fahrerinnen und die miesen Manipulationen durch Facebook, Google und Konsorten. Alle wissen alles, die Konsumkultur steht nicht erst seit gestern am Pranger. – Da leuchtet das doch ein: „Kritik ist auch nur eine Form von Eskapismus.“ Das meint eine fast jugendliche Gang von Künstler*innen und ruft den „Mindstate Malibu“ aus.

Erstmal in Form eines Buches. Äh, Buch? Nö, ein „affengeiles Powerhouse von Anthology“. In Pink. Mit Bildern. Und Buchstaben. Sie sind nämlich in die Offensive gegangen, mitten unter uns. Flauschig und crunchy grinden und sliden Clemens Setz, Andy Kassir, Charlotte Krafft, Leif Randt und MC Smook mit verträumten Delphinen durchs Interweb und wissen, „dass der Neoliberalismus die Ablehnung, die ihm entgegenschlägt bereits mitdenkt, und nur mit und aus sich selbst heraus geschlagen werden kann.“ Was steckt dahinter und was haben sie vor, fragt der ZEIT-Redakteur Lars Weisbrod zwei aus der Grind-Gang, die Thomas Mann genauso drauf haben wie Dax Werner und von denen sie garantiert noch nicht, aber dafür bald viel hören werden: die Autorin Lisa Krusche und den Autor Joshua Groß. Dazu liest Johannes Bauer, Schauspieler am Jungen Nationaltheater Mannheim, die schrägste „Spaßtransformation“ des Duos Creamspeak. Es geht nämlich ein Ruck durch Deutschland. Herzlich Willkommen bei der Grind-Gang!

 

Theater Pfalzbau (LU) – Junger Pfalzbau: Jazeera – die Insel

So, 21. Oktober 2018, 18:00 Uhr

Wo: Die Melanchthonkirche, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Jazeera – die Insel

Junger Pfalzbau

Von Luise Rist / Mahala International

Die Mahala International hat seit ihrer Gründung im Januar 2015 an den Pfalzbau Bühnen bereits mehrere vielbeachtete Aufführungen realisiert. Im Rahmen des Internationalen Festivals NACH ATHEN! beschäftigt sich die Gruppe mit dem antiken Stück Die Perser von Aischylos: Bei einem Schulausflug verlässt ein Mädchen seine Gruppe und gerät in eine Traumwelt. In ihrer Fantasie lebt der Perserkönig Xerxes auf einer verlassenen Insel und wartet auf ihre Wiederkehr… Luise Rist und ihr Ensemble erzählen von der Herausforderung, sich als Jugendliche/r in eine Gruppe zu integrieren – nicht nur für Geflüchtete kann das eine komplizierte Aufgabe sein.
In der Mahala International treffen sich Jugendliche aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Deutschland. Der Theater-Workshop bietet neu ankommenden Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen auf einer Theater-Ebene zu begegnen, die Vertrauen schafft und Selbstbewusstsein fördert. Durch die Gemeinsamkeit mit den gebürtigen Ludwigshafenern finden sich viele Momente der Ausgelassenheit, in denen der Krieg und die Flucht in den Hintergrund geraten. Dass aber das, was zurückliegt, nicht vergessen wird, ist allen wichtig.
Die Melanchthonkirche liegt schräg gegenüber dem Pfalzbau in der Lutherstraße. Als Notkirche wurde sie im Jahr 1948 erbaut und hat vielen Menschen, die Flucht und Vertreibung erlebt haben, Schutz und Hoffnung gegeben.
Im Anschluss an die Vorstellung liest Luise Rist aus ihrem neuen Buch Morgenland – Die Geschichte einer Liebe auf der Flucht, das im Januar in der Jugendbuchreihe cbt der Verlagsgruppe Random House erschienen ist.