Archiv der Kategorie: Literatur

livekultur mannheim e.V. − Şahmaran – Die Königin der Schlangen

So, 07. April um 19.00 Uhr

Wo: Fotostudio Eichendorffstraße 16-18 in 68167 Mannheim /Neckarstadt Ost
RNV Haltestelle „Alte Feuerwache“
Wie viele: 4 Karten verfügbar. Anmeldung bis spätestens 3 Tage vorher über info@kulturparkett-rhein-neckar.de

 

Şahmaran – Die Königin der Schlangen

Erzählkunst trifft Oriental Jazz

Gemeinsam mit drei Musikern erzählt Selma Scheele kurdische, persiche und türkische Märchen und Mythen. Oriental Jazz, Rhythmus und Erzählkunst lassen die Geschichten wieder lebendig werden. Ein Abend zwischen Orient und Okzident, zwischen Wirklichkeit und Märchen, zwischen (Körper)Sprache und Musik, führt in ferne Welten und lässt das Hier und Jetzt vergessen.

Selma Scheele (Erzählkunst)
Nurullah Turgut (Persussion),
Johannes Stange (Trompete/Flügelhorn)
Jörg Teichert (Gitarre)

Diesmal wird es etwas „kuschliger“ zugehen, denn wir werden zu Gast sein im Fotostudio von Johannes Vogt in der Eichendorffstraße 16-18 in 68167 Mannheim /Neckarstadt Ost.

info@livekulturmannheim.de
https://www.facebook.com/mannheimlivekultur/

Aktuelles

europa_morgen_land – Tanja Maljartschuk (Lesung)

Sonntag, 31. MÄRZ 2019, 17 UHR

Wo: Hausboot im Kulturzentrum dasHaus, Bahnhofstraße 30, Ludwigshafen
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

 

Tanja Maljartschuk

» Wieso gerade er? Das ist die schwierigste
Frage, auch für mich selbst. Wie bin ich
darauf gekommen, über ihn zu schreiben?
Was verbindet uns?
Meine Antwort ist: nichts.
Wir haben einander nie getroffen (eine Begegnung
wäre rein physisch unmöglich gewesen),
wir sind nicht verwandt, stammen nicht aus derselben
Gegend, haben nicht einmal dieselbe Nationalität.
Er ist Pole, ich bin Ukrainerin. Er ist
Denker, als Politiker ein Philosoph, als Historiker
ein Poet, ich hingegen bin ein Mensch ohne
bestimmten Beruf, Manipulatorin von Worten
und Ideen, ich kann schreiben und ich kann
schweigen. Wir sind so verschieden, sind einander
so fremd, dass keine Erzählung uns verbinden
könnte, wäre da nicht meine irrationale
Sturheit. «

Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk,
Ukraine, geboren, studierte Philologie an der Universität
Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem
Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien
auf Deutsch ihr Erzählband „Neunprozentiger
Haushaltsessig“, 2013 ihr Roman „Biografie eines
zufälligen Wunders“ und 2014 „Von Hasen und
anderen Europäern“. 2018 erhielt sie für den Text
„Frösche im Meer“ in Klagenfurt den IngeborgBachmann-Preis.
Die Autorin schreibt regelmäßig
Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und
für Zeit Online und lebt seit 2011 in Wien.

Moderation: Eleonore Hefner

https://europamorgenland.de/wp-content/uploads/2018/10/eFlyer_EML2018-19-2.pdf

Veranstalter:
Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und
Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den
Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer
QuerKultur Rhein-Neckar e.V

europa_morgen_land – Lana Lux (Lesung)

Sonntag, 24. MÄRZ 2019, 17 UHR

Wo: Port25, Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25 – 27, Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

 

Lana Lux

» Ich dachte mir, wenn ich den Winter überlebe,
dann kommen der Frühling und der Sommer. Da
könnte ich gut Geld verdienen, und weil ich dann
nichts mehr an Rocky abgeben müsste, würde
ich mir ein Ticket nach Deutschland kaufen.
Vielleicht hätte ich dann sogar so viel, dass ich
Ilja mitnehmen könnte. Ich hatte vor kurzem
gehört, wie zwei Frauen sich erzählten, dass
man im Ausland alles heilen konnte. Vielleicht
könnten sie dort sogar Iljas Augen reparieren.
Aber dafür müsste auch er den Winter überleben.
Ich machte mir keine Illusionen über den
Tod. Ich wusste, dass jeder irgendwann dran ist.
Und dass irgendwann in Wirklichkeit jederzeit
bedeutet. Ilja hatte keinen besonders starken
Willen zu überleben… Früher kam er mir stark
und unzerstörbar vor. Jetzt sah ich seine Angst
und seine Abhängigkeit von mir. Ich hatte ihn
gern. Er war der Einzige, den ich noch hatte.
Aber er war ein Krüppel. Er hätte mich nicht
beschützen können. Aber er war auch keine
Gefahr für mich… «

Lana Lux wurde 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine
geboren. Im Alter von zehn Jahren kam sie mit
ihren Eltern als Kontingentflüchtling nach
Deutschland. Sie studierte Ernährungswissenschaften
in Mönchengladbach und absolvierte
später eine Schauspielausbildung am MichaelTschechow-Studio
in Berlin. Mit ihrem Mann und
der gemeinsamen Tochter lebt sie in Berlin.
„Kukolka“ ist ihr erster Roman.

Moderation: Anna Barbara Dell

https://europamorgenland.de/wp-content/uploads/2018/10/eFlyer_EML2018-19-2.pdf

Veranstalter:
Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und
Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den
Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer
QuerKultur Rhein-Neckar e.V