Archiv des Autors: Kulturparkett Rhein Neckar

SPEYER.LIT – Rafik Schami: Ich wollte nur Geschichten erzählen

Wo:  Dreifaltigkeitskirche (Große Himmelsgasse 3A, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse in der Dreifaltigkeitskirche abholen.

Rafik Schami: Ich wollte nur Geschichten erzählen

Der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami hebt am 3. April 2019 in Speyer zum ersten Mal ein bisschen den Vorhang und zeigt, welche abenteuerlichen Hürden er bei seinem literarischen Schaffen überwinden musste. Aufgrund der großen Kartennachfrage wurde diese Lesung in die Dreifaltigkeitskirche verlegt.

Am 19. März 1971 landete in Frankfurt am Main das Flugzeug, das Rafik Schami nach Deutschland brachte. Die Entscheidung, seine Heimat Syrien zu verlassen, war ein Sprung ins kalte Wasser – und in die Freiheit. In Texten, die sich wie Mosaiksteine zu einem bunten Gemälde zusammenfügen, erzählt er in seiner unnachahmlichen Art Heiteres, Komisches und Ernsthaftes aus dem Leben eines Exilautors.
Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus, kam 1971 nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in München. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe ‘Südwind’ und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Osiander

SPEYER.LIT – Erich Hackl: Am Seil. Eine Heldengeschichte

Wo: Heiliggeistkirche (Johannesstraße 6, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse in der Heiliggeistkirche abholen.

Erich Hackl: Am Seil. Eine Heldengeschichte

“In seiner Erzählung ‘Am Seil’ erinnert Erich Hackl an einen Wiener Judenretter – ein Lob der Zivilcourage.”, titelt das Magazin der Spiegel über der Buchkritik. Bei Hackls Lesung am 1. April 2019 in der Heiliggeistkirche können Sie sich selbst davon überzeugen.

Wie es dazu kam, dass der stille, wortkarge Kunsthandwerker Reinhold Duschka in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben rettete. Wie es ihm gelang, die Jüdin Regina Steinig und ihre Tochter Lucia vier Jahre lang in seiner Werkstatt zu verstecken. Wie sie zu dritt, an ein unsichtbares Seil gebunden, mit Glück und dank gegenseitigem Vertrauen überlebten. Was nachher geschah. Und warum uns diese Geschichte so nahegeht. Zivilcourage in Zeiten der Unmenschlichkeit, damals wie heute – nach einer wahren Begebenheit.
Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und einige Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. ‘Auroras Anlaß und Abschied von Sidonie’ sind Schullektüre. Unter anderem wurde er 2017 mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Fröhlich

Karlstorbahnhof (HD) – Martin Herrmann: Keine Frau such Bauer!

Wo: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Saal, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar.

Sie reservieren direkt beim Karlstorbahnhof per Mail unter inof@karlstorbahnhof.de.
Bitte nur in Ausnahmefällen telephonisch reservieren (06221/978911).

Carambolage 2019
Ein hochkomisches Salonkabarett für Neoromantiker in Wort und Lied. Martin Herrmann, der erste amtliche Frauenflüsterer Deutschlands, weiss:
Auf den Acker stehen heute immer weniger / aber viele stehen auf den Akademiker…
Mit Wort und Lied kümmert sich Anti-Liedermacher Martin Herrmann um den Zeitgeist zwischen Stadt und Land. In Berlin haben Unbekannte einen 30 Meter langen Tunnel gegraben und eine Bank ausgeraubt. Offenbar gibt es in Berlin Bauvorhaben, die gelingen.
Auf dem Land herrschen klare Verhältnisse: ein 83-jähriger Bauer wurde beim Reparieren des Weidezauns von seiner Kuh aufgespiesst. Hier wird Rente mit 65 viel schärfer überwacht.
Der „Deutsche Glücksatlas“ wurde 2017 neu vermessen, Sieger war Schleswig-Holstein. Laut Klappentext sehen dort die Menschen das Glas immer halbvoll. In Schleswig-Holstein blieben die Gläser noch nie lange ganzvoll, aber das ist Glück: man kann ja nachschenken.
Die Scheidungsquote liegt bei 50% in den Städten. Nur auf dem Land herrscht Stabilität. Grund: keine Frauen. Die sitzen alle in der Stadt und lassen sich scheiden.
Fernseherprobte Städter hoffen inzwischen, eine Frau zu finden, wenn sie sich als Bauer verkleiden. Was treibt eine Städterin in die Arme eines Bauern? Ist es das Platzangebot für die Kinder und der Streichelzoo im Haus? Der Bauer ist familienfreundlich. Und wenn die Frau vom Gebären zu müde ist, trägt sie der Bauer auf Händen – zur Stallarbeit.
Von gefühlter Temperatur bis zur esoterischen Komplett-Entwirklichung: Romantik gilt als ein gefühltes Menschenrecht. Und dafür steht: „Keine Frau sucht Bauer!“

europa_morgen_land – Arno Camenisch (Lesung)

Wo: Port25, Hafenstraße 25 – 27, Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

 

Arno Camenisch

» Es schneit immer noch. Der Georg steht vor
der Hütte und schaufelt den Weg zum Skilift
frei. Der Paul steht bei der Schneefräse und
kontrolliert das Benzin. Der Schnee steht ihm
bis zu den Knien. Auf dem Kopf hat er seine
Wollmütze. Im Hintergrund rattert der Skilift.
Bald ist Mittag. Hörst du, wie schön das unter
den Schuhen knirscht, sagt der Paul, das ist wie
das Lied aus unserer Kindheit. Der Georg hält
inne und schaut auf, er nickt, stützt sich auf
seine Schaufel und steckt sich eine Zigarette an.
Das liebten wir bereits als Kindels, sagt der
Paul, wie viele Gebete wir in den Himmel rauf
gejagt haben, will niemand wissen, das müssen
Hunderte gewesen sein, ganze Gebetssalven
schossen wir hoch wie Leuchtraketen, der
Herrgott lasse doch bitte schneien, und er war
denn grosszügig mit uns, der Allmächtige,
ganze Lastwagenladungen warf er uns mit
beiden Händen vor die Haustüre, als würde er
sagen, nehmt, so viel ihr wollt, ich habe noch
genug davon für die nächsten tausend Jahre. «

Arno Camenisch, 1978 in Tavanasa im Kanton
Graubünden geboren und aufgewachsen, studierte
am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er
heute auch lebt. 2009 erschien sein Debütroman
„Sez Ner“, der zusammen mit den Romanen
„Hinter dem Bahnhof“ (2010) und „Ustrinkata“
(2012) die „Bündner Trilogie“ bildet. Weitere seiner
Bücher sind „Fred und Franz“ (2013 ), „Nächster
Halt Verlangen“ (2014), „Die Kur“ (2015), „Die
Launen des Tages“ (2016) und „Der letzte
Schnee“ (2018). Auf Romanisch erschien 2005
der Roman „ernesto ed autras manzegnas“ und
2013 „Las flurs dil di“. Arno Camenisch hat zahlreiche
Auszeichnungen erhalten, u.a. den
Schweizer Literaturpreis 2012 und den HölderlinFörderpreis
2013. Seine Texte wurden in über 20
Sprachen übersetzt und seine Lesungen führten
ihn quer durch die Welt, von Hongkong über
Moskau und Buenos Aires bis nach New York.

Moderation: Emek Cerit

https://europamorgenland.de/wp-content/uploads/2018/10/eFlyer_EML2018-19-2.pdf

Veranstalter:
Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und
Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den
Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer
QuerKultur Rhein-Neckar e.V

SPEYER.LIT – María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten

Wo: Historisches Rathaus (Maximilianstraße 12, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Historischen Rathaus abholen.

María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten

“Dieser Roman sprüht vor Ideen, er ist ein Vulkan voller verschachtelter Sätze, die uns atemlos Seite um Seite umblättern lassen.” kommentiert die Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 ihre Nominierung für die Shortlist.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Oelbermann

Poetisch und sinnlich beschwört María Cecilia Barbetta die elektrisierte Atmosphäre am Vorabend eines politischen Umsturzes in Buenos Aires im Viertel Ballester. Die zwölfjährige Teresa trägt eine schutzspendende Plastikmadonna von Tür zu Tür, die Männer der Autowerkstatt hoffen auf die richtigen Lottozahlen und verehren Evita. Sie träumen von Aufbruch, Revolution und Befreiung – doch politische Spannungen zerreißen das Land, und paramilitärische Gruppen lassen Menschen verschwinden.
María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires geboren, wuchs in dem Einwandererviertel Ballester, in dem ihr Roman ‘Nachtleuchten’ spielt, auf und besuchte dort die deutsche Schule. 1996 zog sie nach Berlin und blieb. Ihr erster Roman, ‘Änderungsschneiderei Los Milagros’ (2008), wurde unter anderem mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. ‘Nachtleuchten’ (2018) wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 und wird für seine politische Botschaft und die virtuose Sprachkunst gefeiert.

SPEYER.LIT – M. Bauer, G. Kazungu-Hass & B. Burkhart: Dutschki vom Lande

Wo:  Heiliggeistkirche  (Johannesstraße 6, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse in der Heiliggeistkirche abholen.

Michael Bauer, Giorgina Kazungu-Hass & Benno Burkhart:
Dutschki vom Lande

Das Trio präsentiert einige der spannendsten und farbigsten Kapitel aus Michael Bauers bei Wellhöfer erschienenem Roman ‘Dutschki vom Lande’.

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Darin gerät ein braver katholischer Student aus der Pfalz in den heißen Sommer der Studentenrevolte. In Hörsälen, nicht sturmfreien Buden und auf der Straße geht es in durchkifften Nächten um Lust und Liebe und den Kampf gegen eine veraltete Ordnung. Es wird auf Messers Schneide, auf Gedeih und Verderb gelebt und debattiert.
Den musikalischen Background der Lesung bildet ein Sound aus Rock-, Pop- und Folkmusik mit Woodstock-Anklängen, eigenwillig und virtuos interpretiert von Giorgina Kazungu-Hass (Vocals) und Benno Burkhart (Jazzgitarre).

SPEYER.LIT – Volker Kutscher: Marlow – Der siebte Rath-Krimi

Wo: Stadthalle Speyer (Obere Langgasse 33, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse in der Stadthalle Speyer abholen.

Volker Kutscher: Marlow – Der siebte Rath-Krimi

Die populäre Fernsehproduktion „Babylon Berlin“ läuft derzeit erfolgreich in der ARD. Sie basiert auf dem Bestsellerroman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher, dessen Krimis mit Kommissar Gereon Rath im Berliner Milieu der Dreißigerjahre angesiedelt sind.
Kutscher wird seinen siebten Rath-Krimi „Marlow“ am 5. Februar 2019 im Rahmen der SPEYER.LIT in Speyer vorstellen. Aufgrund der großen Kartennachfrage wird die ursprünglich in der Heiliggeistkirche geplante Lesung in die Stadthalle verlegt.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Osiander

Der siebte Fall von Gereon Rath spielt im Spätsommer 1935: Ein Taxi rast mit Vollgas gegen eine Wand an den Berliner Yorckbrücken. Das Auto ist ein Wrack, Fahrer und Passagier sind sofort tot. Doch in dem Fahrzeug entdeckt Kommissar Rath Geheimakten. Sie deuten darauf hin, dass Gestapo-Chef Hermann Göring von der SS ausspioniert wurde. Was wie ein Unfall wirkt, entpuppt sich als ausgeklügeltes Verbrechen mit komplexer Vorgeschichte. Neben diesem Plot ist für Kutscher auch die Beschreibung der gesellschaftlichen Entwicklung im aufkeimenden Nationalsozialismus von großer Bedeutung. Etwa wie das Nachtleben der Hauptstadt und die Pressefreiheit vor die Hunde gehen.

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln.

 

SPEYER.LIT – Michael Kleeberg: Der Idiot des 21. Jahrhunderts

Wo:  Heiliggeistkirche (Johannesstraße 6, 67346 Speyer)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse in der Heiliggeistkirche abholen.

Michael Kleeberg: Der Idiot des 21. Jahrhunderts

Die neue Saison der Reihe SPEYER.LIT beginnt mit „Geschichten aus dem Leben“: Orient und Okzident, Einwanderer, Auswanderer, Aussteiger, Islam, Christentum, Kapitalismus und die Suche nach dem Glück: Michael Kleeberg erzählt Geschichten und Schicksale in einer globalisierten Welt.

In Zusammenarbeit mit dem Spei’rer Buchladen

In diesem kühnen Wurf, für den er sich von Goethes ‘West-Östlichem Divan’ und Nezamis ‘Leila und Madschnun’ inspirieren ließ, gelingt es ihm, die großen Fragen unserer Zeit in packende und herausfordernde Literatur zu verwandeln.
Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, lebt als Schriftsteller und Übersetzer (u.a. Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene, Paul Bowles) in Berlin. Sein Werk (u.a. ‘Ein Garten im Norden’, ‘Vaterjahre’) wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Zuletzt erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis (2015), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2016) und hatte die Frankfurter Poetikdozentur 2017 inne.

Eintanzhaus (MA) – Dimitri de Perrot – Myousic mit Julian Sartorius

Wo: EinTanzHaus Trinitatiskirche, G 4, 4, 68159 Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt  verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis einen Tag vor der Veranstaltung beim buero@eintanzhaus.de oder telefonisch unter 0621-17290223.

Gastspiel
Dimitri de Perrot – Myousic mit Julian Sartorius

ENJOY JAZZ – ENCORE

Sie können Töne nicht nur hören, sondern auch sehen, sogar Ihre Gedanken werden zu Klängen. Dazu schickt der Klangkünstler und Regisseur Dimitri de Perrot den Berner Drummer Julian Sartorius auf die Bühne, horchend auf alles was ihn umgibt.

MYOUSIC eröffnet in Ihnen neue Klangwelten, treibt Sie mit Geräuschgeschichten durch den ganzen Saal und führt Sie mit Sound und Groove hinaus ins Foyer, in die Stadt und in die Welt. MYOUSIC ist die erste Soloinszenierung von Dimitri de Perrot.

Für MYOUSIC hat sich der Künstler ins Publikum gesetzt und sich gefragt: Wo entsteht eigentlich die Musik – auf der Bühne oder in meiner Wahrnehmung? Entstanden ist ein außergewöhnlicher Bühnenmoment, ohne Schauspieler, bestehend nur aus Klängen und Rhythmen: Ein Drummer und eine Klangskulptur erzählen die Geschichte einer Aufführung, eines Stücks, eines Konzerts. Das Publikum, der Raum und die Musik, jeder für sich und doch alle zusammen, sind die Darsteller dieses Abends. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in sich, um ein Konzert zu werden. Sie sind elementarer Bestandteil des Abends. Sie sind Klangerzeuger, Instrument und Resonanzkörper. Sie sind das Orchester und das Publikum in einem. Sie sind die Musik, schwingend und pulsierend im Austausch mit allem, was Sie umgibt.

Theater Pfalzbau (LU) – Tanz: Autobiography

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Autobiography

COMPANY WAYNE MCGREGOR, GROSSBRITANNIEN
Grosse Bühne
Choreographie von Wayne McGregor
Musik Jlin
Bühne und Projektion Ben Cullen Williams
Licht Lucy Carter
Kostüme Aitor Throup

Was bedeutet es, seine eigene Lebensgeschichte zu schreiben? Seit 25 Jahren setzt sich der englische Choreograph Wayne McGregor in seinen Choreographien mit der Verbindung von Kunst und Wissenschaft, mit der Auswirkung von technologischem Fortschritt auf den Tanz auseinander. Er sucht die Verbindung zu einer Vielzahl von künstlerischen und wissenschaftlichen Bereichen, um das Wesen der verkörperten Wahrnehmung zu untersuchen, und experimentiert immer wieder mit der Frage, wie sich das Leben durch die Erfahrung des Körpers ausdrückt, der sich intelligent in Raum und Zeit bewegt. Der dünne, geschmeidige und charismatische Mann mit der Glatze wurde nicht nur mit zahlreichen Bühnenpreisen ausgezeichnet, sondern besitzt auch einen akademischen Abschluss in Semiotik und ist Forschungsmitglied an der kognitionswissenschaftlichen Fakultät der Universität Cambridge. Er wird in einem Atemzug genannt mit den anderen großen Intellektuellen des Tanzes, mit Merce Cunningham und William Forsythe.

In seinem neuen Stück richtet McGregor seine Aufmerksamkeit auf den Körper in seiner Funktion als Archiv. Er beginnt mit einem Zyklus von choreographischen Portraits, beleuchtet durch die Sequenzierung, also Entschlüsselung seines eigenen Genoms. Die erste dieser Studien, Autobiography, eine abstrakte Meditation über Aspekte des Selbst, des Lebens und des Schreibens, beschäftigt sich mit den Bruchstücken sowohl vergangener Erinnerungen als auch einer möglichen Zukunft. Indem sich McGregors choreographischer Abdruck über seinen persönlichen Memoiren und seinem genetischen Code in einem kontinuierlichen Prozess fortschreibt, entfaltet sich Autobiography in jeder einzelnen Aufführung von neuem und immer wieder anders: Leben, das sich selbst ein neues Leben schreibt.

Dauer: ca. 80 Minuten, keine Pause