Archiv des Autors: Kulturparkett Rhein Neckar

Gruppenbesuch ins Zeitraumexit (MA) – DAS DEUTSCH (Installation & Eisdiele)

 

Wo: zeitraumexit, Hafenstraße 68, 68159 Mannheim (Jungbusch)
Bus Linie 60 / Haltestelle Popakademie, oder Straßenbahn Linie 2 / Halteselle Dalbergstraße (5 Min laufen)

Öffnungszeiten
So – Do | 14 – 18 Uhr
Fr + Sa | 14 – 21 Uhr

Eintritt frei

Das Foyer:

Das Deutsch

Installation von Christoph Ernst

Die Installation “Das Deutsch” travestiert die Idee einer deutschen Ruhmeshalle, wie sie 1842 mit der Walhalla von König Ludwig I. von Bayern verwirklicht wurde. “Das Deutsch” bei zeitraumexit ist eine Einladung zur Standortbestimmung: Sagt uns, was Eurer Meinung nach deutsch ist! Wer bist Du und gehörst du dazu oder nicht?

Seit 2019 gestalten Künstler*innen im Rahmen der Reihe “Das Foyer – Vertrauensbildende Maßnahmen” einen unserer Veranstaltungsräume immer wieder neu und machen ihn für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit jeder Installation ist eine Einladung an die Nachbarschaft verbunden, den Raum neu zu nutzen. “Das Deutsch” von Christoph Ernst ist die zweite Installation der Reihe.

Teil der Installation ist eine temporäre Eisdiele – es gibt ALSO fünf Wochen lang italienisches Eis im zeitraumexit für alle!

Nationaltheater (MA) – Friedrich Schiller: Maria Stuart

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Schauspielhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Reservierungsanfragen richten Sie bitte bis 4 Tage vor der Vorstellung ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550 oder in den Sprechstunden). Nach Bestätigung können Sie mit ihrem Kulturpass eine Eintrittskarte direkt an der Abendkasse abholen.

Maria Stuart, Königin von Schottland, wird der Beihilfe an der Ermordung ihres Mannes verdächtigt. Sie flieht nach England und sucht Schutz bei ihrer entfernten Verwandten Elisabeth, der Königin von England. Diese sieht in Maria jedoch vor allem die politische, intellektuelle und erotische Konkurrentin. Sie lässt Maria einsperren und verurteilt sie zum Tode.

Schillers Drama zeigt die letzten Tage im Leben der Maria Stuart. Noch einmal versuchen gleich mehrere Männer, die schottische Königin zu retten. Drei Tage lang wankt Elisabeth. Wie die Erzfeindin aus dem Weg schaffen, ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen? Die beiden Frauen behaupten sich in einem von Männern erschaffenen System, indem sie zugleich zum Spielball der Macht werden. Ist »weibliche Politik« nur so denkbar – durch Anpassung an die Regeln des Patriarchats? Claudia Bauers Inszenierung zeigt die beiden Frauen als Akteurinnen und Getriebene zugleich und Schillers Stück als Spiel um die Frage: Was bedeutet es, die Königin zu sein?

Claudia Bauer gehört zu den wichtigsten Regisseurinnen des deutschsprachigen Theaters. In diesem Jahr ist sie bereits zum zweiten Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen, das die bemerkenswertesten Theaterarbeiten der zurückliegenden Spielzeit präsentiert.

Die 20. Ausgabe der Internationalen Schillertage eröffnet mit einer Eigenproduktion des Nationaltheaters Mannheim: Die renommierte Regisseurin Claudia Bauer inszeniert Schillers Königinnendrama »Maria Stuart«.

Premiere: Do, 20. Juni 2019

Die Karten für das Nationaltheater werden uns gespendet vom Verein Freunde und Förderer des Nationaltheaters, bei dem wir uns herzlich bedanken!

 

Theater Pfalzbau (LU) – Musiktheater: Rienzi

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Oper von Richard Wagner

PFALZTHEATER KAISERSLAUTERN

GROSSE BÜHNE

Rom im 14. Jahrhundert nach Christus: Der Papst ist im Exil in Avignon – und in der Ewigen Stadt befehden sich die einflussreichen Patrizierfamilien bis aufs Blut um die politische Vormachtstellung. In diesem chaotischen Machtvakuum versucht Cola Rienzi, eine historisch verbürgte Person, die alte römische Republik neu zu beleben. Er bringt das der Machtkämpfe müde Volk dazu, ihn als Volkstribun zu installieren, scheinbar beugen sich auch die verschiedenen Adelscliquen dem charismatischen Politiker. Rienzi hat den Gipfel seiner Macht erreicht, doch gelingt es ihm nicht, die verfeindeten Parteien hinter sich zu vereinen. Die Adeligen planen ein Mordkomplott und ziehen gegen ihn zu Felde – am Ende steht das Kapitol in Flammen.

Rienzi war der erste durchschlagende Erfolg Richard Wagners und zu seinen Lebzeiten sein meistgespieltes Werk. 1837 lernte der Komponist den Historienroman Rienzi, der letzte Tribun des englischen Schriftstellers Edward Bulwer-Lytton kennen und entschloss sich, diesen Stoff für eine Oper aufzugreifen, mit der er idealerweise die Pariser Oper erobern wollte. So wundert es nicht, dass sich die musikalische Konzeption an der Grand Opéra im Stil von Spontini, Meyerbeer oder Halévy mit ihren großen Chortableaus orientiert. In der eher traditionellen Nummerndramaturgie ist gleichwohl bereits die Handschrift des späteren Musikdramatikers Wagner erkennbar. Eine Realisierung in Paris erwies sich zu Wagners tiefer Enttäuschung als unmöglich, doch die Uraufführung an der Dresdner Hofoper am 20. Oktober 1842 wurde zu einem ungeheuren Publikumserfolg und zu einem ersten Triumph des Dichterkomponisten.

Speyerer Picknickkonzerte: KREMPL

Wo: Garten am Weidenberg, St.-Guido-Stifts-Platz, 67346 Speyer
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

SPEYERER PICKNICKKONZERTE 2019: KREMPL
Umsonst & Draussen

Von Klezmer über Irish Tune bis Evergreen – sechs Musiker*innen aus Speyer entdecken den schwungvollen Combo-Sound einer ungewöhnlichen Instrumenten- Kombination.

In den Oberstimmen: der schwebende Ton der Querflöte verbunden mit dem lyrischen Klang der Violine. In den Mittelstimmen – durchdringend und mit vollem Klangregister: Posaune und Akkordeon. Dazu ein rhythmisierender Kontrabass plus treibendem Grundbeat von Cajon und Percussion.

Im Zusammenklang ergibt das die tolle Mischung, die den typischen KREMPL-Sound ausmacht – ein ausgewogenes Zusammenspiel des breiten Klangspektrums: farbenreich, vielfältig, schwungvoll – oft tänzerisch-leicht, aber immer auch ein bisschen melancholisch.

Unter dem Motto „Alles wird gryn“ wollen wir in diesem Jahr nicht nur die Vision einer grünen Stadt aufzeigen, sondern auch die bereits vorhandenen Grünflächen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Die Speyerer Picknickkonzerte verfolgen diesen Aspekt seit je her und bieten in den Sommermonaten erneut die Gelegenheit vier grundverschiedene Grünanlagen zu entdecken und ein Sonntagspicknick im Park zu genießen. Oder Sie lassen sich von der “Currysau – Grill & Catering aus Speyer” bewirten.

Christa Bernardi (Querflöte)
Katrin Vollmer-Kaas (Violine)
Georg Simon (Akkordeon)
Andreas Pletsch (Posaune)
Bernhard Kaas (Kontrabass)
Sebastian Preuss (Cajon, Percusion)

Bei schlechtem Wetter wird kurzfristig auf www.speyer.de, auf Facebook und in der Tagespresse ein Ausweichort bekannt gegeben.

Oststadt Theater (MA) – Doppelt lieben…

Wo: Oststadt Theater Mannheim, Stadthaus N1, 1, 68161 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Karten aus dem Kartenkontingent können zwischen 18:00 und 18:15 Uhr bzw. 19:00 und 19:15 Uhr ohne vorherige Anmeldung abgeholt werden.

Doppelt lieben…

Komödie nach Ray Cooney

Regie: Uwe von Grumbkow

Nach einem minutiösen Stundenplan lebt der bigamistische Taxifahrer Peter Engel in vollkommener Harmonie mit zwei Ehefrauen. Doch dann bringt ein Unfall das große Chaos. Plötzlich ist guter Rat teuer. Ob seine Freund, ein echter Tollpatsch Terminator, der immer Gutes will aber Schreckliches anrichtet, die richtigen Rettungsmaßnahmen ergreift? Oder womöglich alles nur noch schlimmer macht? Sehen Sie selbst…

Hier geht’s zum Trailer

https://www.oststadt-theater.de/index.php?seite=stueck&id=13559

DAI Heidelberg – Jazzclub Heidelberg

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 25. Juni beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 
Mani Neumeier – Werner Goos
Hörst du den Regenbogen?

Mani Neumeier und Werner Goos machen die schillernden Farben und Reflexionen hör- und fühlbar. Die beiden Meister ihres Fachs erschaffen nach vielen Jahren der Zusammenarbeit in zahlreichen Musikprojekten erstmals ein gemeinsames Werk.

Listen to the Rainbow ist ein höchst vielseitiges Album mit viel Energie und Kraft, gleichzeitig eine Widmung an den 2016 verstorbenen Ausnahmemusiker Hans Reffert, der in einem Stück auch als Teil des Regenbogens zu hören ist.

Mani Neumeier – Schlagzeug, Perkussion, Mani-Tom, Kaossilator, Darbuka, Elektronik und Effekte

Werner Goos – E-Gitarren, Synthesizer-Gitarre, Sitar-Gitarre, Elektronik und Effekte

Schillertage (MA) – Marta Górnicka: Hymne an die Liebe (chorisches Theater)

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Schauspielhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 15 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Reservierungsanfragen richten Sie bis vier Tage vor der Veranstaltung ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550 oder direkt in den Sprechstunden). Nach Bestätigung können Sie mit ihrem Kulturpass eine Eintrittskarte direkt an der Abendkasse abholen.

Kurzeinführung um 19 Uhr im Unteren Foyer

Marta Górnicka:

Hymne an die Liebe

Chorisches Theater

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die polnische Regisseurin Marta Górnicka gilt als Meisterin des zeitgenössischen chorischen Theaters. Ihre Arbeiten, die Themen wie Populismus, Faschismus und Feminismus aufgreifen, werden weltweit gefeiert.

Das spektakuläre Chortheaterstück »Hymne an die Liebe« handelt vom desolaten Zustand Europas. »Gebt uns unser Land zurück!«, wird derzeit geschichtsvergessen in vielen europäischen Ländern geschrien. In ihrem Stück demonstrieren und analysieren Górnicka und der von ihr geleitete Chor die Verrohung von Sprache in unserer Zeit und deren Folgen. Sie zitieren hasserfüllte Internet-Kommentare, Erklärungen von Politiker*innen sowie Aussagen von Fundamentalist* innen und konfrontieren sie mit Pop-Songs und patriotischen Liedern. »Hymne an die Liebe« präsentiert auf beängstigend treffende Art und Weise ein Europa, das die Reihen schließt, und legt die brutale Sprache heutiger Politik und die menschenfeindliche Ideologie des Nationalismus schonungslos offen.

»Ein Meisterwerk. Präzision und Energie, Dynamik und rhythmische Perfektion« schrieb die polnische »Gazeta Wyborcza« über »Hymne an die Liebe«.

Marta Górnicka ist Regisseurin und Autorin. 2010 gründete sie mit Unterstützung des Warschauer Theaterinstituts den »CHOR DER FRAUEN «. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Regie Schauspiel nominiert. Marta Górnicka inszenierte u. a. in Berlin, München und Braunschweig, ihre beeindruckenden Sprachoratorien gastieren weltweit.

Koproduktion mit The CHORUS OF WOMEN Foundation, Teatr Polski Poznan, Ringlokschuppen Ruhr, Maxim Gorki Theater

Dauer: 50 Minuten, keine Pause

Programm der Schillertage (20. – 30. Juni 2019; diverse Veranstaltungen auch mit freiem Eintritt!)

 

Heidelberger Akademie der Wissenschaften -Serenadenkonzert im Hofgarten- Von Freunden und Rivalen – Der junge Mozart im Kreise Mannheimer Hofmusiker

 

Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Karlstr. 4, Heidelberg

Beginn 18:30 Uhr

Serenadenkonzert im HofgartenVon Freunden und Rivalen – Der junge Mozart im Kreise Mannheimer Hofmusiker

Flötenquartette von Cannabich, Stamitz, Wendling, Vogler und Mozart29. Juni 2019, Hofgarten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstr. 4

Zur Einstimmung auf den „Akademiesalon“ veranstaltet die Heidelberger Akademie am Vorabend ein Serenadenkonzert im Hofgarten. Gespielt werden wiederentdeckte Flötenquartette der Mann-heimer Schule. Es spielen: Christoph Rox (Flöte), Dr. Eckart Schmidt (Violine), Clémence Apffel- Gomez (Viola), Mirjam Rox (Violoncello).Dieses Jahr wird die Veranstaltung großzügig durch die Stadt Heidelberg unterstützt

Eintritt frei

T A N Z – Susanne Linke „Ecoute….Chopin“//Urs Dietrich „Thalamus“, 28.+29. Juni 2019 – 20:30 Uhr, HebelHalleUnterwegsTheater

Wo:  Heidelberg, HebelHalle  UnterwegsTheater Hebelstr. 9, 69115 Heidelberg

Susanne Linke „Ecoute….Chopin“//Urs Dietrich „Thalamus“,

28.+29. Juni 2019 – 20:30 Uhr,

HebelHalleUnterwegsTheater

 


Ecoute…Chopin – SUSANNE LINKE

„Welche Reaktionen in meinem Körper können die Klänge von Chopins Klavier-Präludien erzeugen?“

Susanne Linke präsentiert in „Ecoute Chopin“ progressive Bewegungsabläufe und Interaktionen zwischen Emotionen und Körperempfindungen.

„TANZ ENTSTEHT DURCH EINE EMPFINDUNG DES MOMENTANEN ZEITGEISTES, WAS NUR DURCH ENERGIE IM KÖRPER ZUM AUTHENTISCHEN AUSDRUCK IN NEUEN FORMEN ERSCHEINEN KANN. ES IST DER ERSTE IMPULS, DER SPONTAN AUS DEN TIEFEN DES UNBEWUßTEN AUFSTEIGT UND SICH NACH AUßEN SICHTBAR TRANSFORMIERT.“

“Der Körper ist das einzige Mittel, um die Seele sichtbar zu machen. Es ist Aufgabe des Tänzers, den Körper zu schulen und zu trainieren, bis er solche Transparenz und Durchlässigkeit erreicht, um alle Formen von Energien gestalten zu können. Um dieses feinstoffliche Etwas geht es in meiner Arbeit.“

Susanne Linke erhielt bei Mary Wigman in Berlin ihre Tanzausbildung, bevor sie an der Folkwang Hochschule in Essen studierte.

Von 1970 bis 1973 war sie Tänzerin im Folkwang Tanz Studio unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch.

Hier entwickelte sie ihre ersten eigenen choreografischen Arbeiten und leitete dann bis Sommer 1985 das Folkwang Tanz Studio.
Anfang der 90er Jahre wurde sie Artist-in-Residence des HebbelTheaters in Berlin.
Von 1994 bis 2000 war sie Leiterin des Tanztheaters am Bremer Theater.

Susanne Linke war Gründungsmitglied des Choreographischen Zentrums Essen und dessen designierte künstlerische Leiterin.

Sie gehört zu den bedeutenden Pionieren des Tanztheaters und formuliert sich dabei auf ihre ganz eigene Art. Transparenz ist der Leitstern ihrer choreografischen Arbeit, in ihren Soli ebenso wie in ihren Gruppenstücken. Intensiv befragt Susanne Linke jedes ihrer Bewegungsmotive, wendet es um, prüft, verwirft, beginnt von Neuem. Es ist ein Vorgang, in dem jede Bewegung geschliffen wird, bis am Ende jede feinste Verästelung im Körper aufgespürt ist, bis man genau erkennen kann, welchen Weg eine Emotion durch den Körper nimmt. Eine Durchsichtigkeit wird hier gesucht, die den Zuschauer erkennen lässt, wie feinnervig und sensibel unsere Körper die Gefühle durchscheinen lassen.
Anders als zuweilen vermutet, hat sie der Geschlechterkampf nie interessiert. Faszinierend ist für sie das Androgyne: wie die männlichen und weiblichen Anteile in jedem einzelnen Körper arbeiten. Wie sie im Widerstreit miteinander liegen und um Balancen ringen. Entsprechend ist Ambivalenz ein Schlüsselbegriff zum Verständnis ihrer Arbeit.

Stets scheint sie eine Wendung zum Besseren für möglich zu halten. Mit feiner Ironie weist sie in ihren Stücken darauf hin, dass nichts so ernst ist, wie es scheint.
Die Strenge einer bestimmten Form, der Widerstand eines Materials ist für Susanne Linke jedes Mal neu eine Herausforderung, um zur Essenz einer Bewegung vorzudringen.   Diese liegt nicht allein im tiefen Gefühl oder in der technischen Finesse.

Sie liegt in der möglichen Einheit von Körper, Geist und Seele. Die kann der geübte Tänzer zumindest schon einmal ahnen lassen.
Norbert Servos

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e. V. hat jeweils 5 Tickets.

Bei Interesse können Sie beim Kulturparkett Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550)  bis zum

Mittwoch, den  26. Juni 2019 18:30 Uhr

Die Karten erhalten Sie dann an der Abendkasse.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturparkett Rhein-Neckar 

DAI Heidelberg – „Unanfechtbare Wahrheiten gibt es überhaupt nicht …“

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 25. Juni beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 
Anne-Dore Krohn und Denis Scheck feiern Theodor Fontane
Am 30. Dezember 2019 begeht die literarische Republik Theodor Fontanes 200. Geburtstag, die Jubelfeierlichkeiten haben längst begonnen; mehr Fontane war nie! Auch die Literaturkritiker Anne-Dore Krohn und Denis Scheck feiern Theodor Fontane, reduzieren ihn aber nicht auf den Verfasser heute harmloser Geschichten von Herzeleid und Ehebruch im alten Preußen.

Fontanes Ziel lag weit höher: Er liefert in seinen Büchern einen Spiegel der politischen und gesellschaftlichen Kräfte seiner Zeit und Gesellschaft. Und er erfindet dafür Figuren, so lebensnah und psychologisch glaubwürdig, dass sie einen ein Leserleben lang begleiten: Effi Briest und Dubslav von Stechlin zum Beispiel, oder Jenny Treibel oder Schach von Wuthenow.

In ihrer literarischen Revue zeigen Krohn und Scheck Fontane in seiner Komplexität und seinen Widersprüchen: den Barrikadenkämpfer von 1848 und den Wendehals wenige Jahre später, der sich als „Fronarbeiter mit dem Geiste“ bei der erzreaktionären Kreuzzeitung verdingt und im Auftrag der preußischen Regierung als Journalist getarnt in London „Fake news“ produziert. Den Fontane, der seine geistreiche Frau Emilie und sämtliche Familienmitglieder in seinen „Romanschriftstellerladen“ einspannt, genau wie den Balladendichter und den Militärschriftsteller, nicht zu vergessen den Wanderer in Schottland und der Mark Brandenburg. Auch der Antisemitismus des alten Fontane wird thematisiert – und die am Ende des Zweiten Weltkriegs verlorenen Manuskripte Fontanes, die so etwas wie das Bernsteinzimmer der deutschen Literaturgeschichte darstellen.