Archiv der Kategorie: Lesungen

Ernst-Bloch-Zentrum (LU) – Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) „Die 1968er in Rheinland-Pfalz“

Mi, 10 April 2019, 19:00 Uhr

 

Jürgen Trittin

© links: Laurence Chaperon, © rechts: Stefan Rühle

1954 in Bremen geboren, ist Jürgen Trittin seit 1998 Mitglied des deutschen Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist derzeit Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO. Trittin engagierte sich bereits während  seines Studiums der Sozialwissenschaften politisch und wurde 1980 Mitglied der Grünen. Er arbeitete als Pressesprecher, freier Journalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1985 wurde er in den Niedersächsischen Landtag gewählt und war von 1990 bis 1994 Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in Niedersachsen. 1998 wurde er Mitglied des Deutschen Bundestags und von 1998 bis 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 2009 bis 2013 hatte er den Fraktionsvorsitz der Grünen inne. Seit 2018 ist er Mitglied des Politischen Beirates des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft.
Jürgen Trittin steht für ein solidarisches Europa und nachhaltige Investitionen und setzt sich für die Stärkung der Vereinten Nationen sowie internationale Kooperationen in der deutschen und europäischen Außenpolitik ein. Energie ist ein großer Themenschwerpunkt sowohl in seiner innen- als auch außenpolitischen Arbeit.

Prof. Dr. Tilman Mayer wird die Veranstaltung moderieren. Er ist Professor für politische Theorie und Ideen- und Zeitgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Präsident des International Club La Redoute Bonn e.V . und Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung. Als Politikexperte ist er häufig Studiogast bei „Phönix“ und anderen Sendern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Politischen Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, Politischen Kulturforschung und Demoskopie, Parteienforschung, Demografiepolitik sowie in der vergleichenden Deutschlandforschung.  Mayer untersuchte ganzheitlich durchdringend und mit kühlem Kopf die 68er-Bewegung, wobei er auch kritische Aspekte offenlegt.

Gefördert durch die Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum.

https://www.bloch.de/kultur/veranstaltungen/politikerinnen-im-bloch-zentrum/juergen-trittin-buendnis-90die-gruenen/

Mittwoch | 10.04.2019 | 19.00 Uhr | Eintritt frei mit dem Kulturpass

Ernst-Bloch-Zentrum (LU) – Kurt Beck (SPD) Ministerpräsident a.D. „Die 1968er in Rheinland-Pfalz“

Di, 2. April 2019, 17:00 Uhr

 

Kurt Beck (SPD) Ministerpräsident a.D. „Die 1968er in Rheinland-Pfalz“

© Friedrich-Ebert-Stiftung
© Andreas Funabashi

Kurt Beck wuchs als Sohn eines Maurers und dessen Frau, einer Hausfrau, in Steinfeld im Landkreis Südliche Weinstraße auf, wo er bis heute lebt. Er strebte früh danach, etwas verändern zu wollen, hin zu mehr Demokratie. Im Jahr 1972 trat er der SPD bei. Ein typischer 68er war Kurt Beck nicht. Er rebellierte nicht gegen seine Eltern, verweigerte nicht den Wehrdienst und beteiligte sich auch nicht an Straßenkämpfen. Er engagierte sich als Katholik in der Christlichen Arbeiterjugend und stieg die klassische sozialdemokratische Karriereleiter vom Arbeiterkind zum Bundespolitiker Schritt für Schritt hinauf. Kurt Beck war von 1994 bis 2013 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und von 2006 bis 2008 Bundesvorsitzender der SPD. Rückblickend wird er über seinen Einsatz für Rheinland-Pfalz, seine persönlichen Eindrücke und sein politisches Wirken im Zusammenhang mit den Umbruchszeiten der 68er Bewegung sprechen.

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Stephan Jolie, geboren 1965, studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft. Im Anschluss an seine Promotion 1995 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Frankfurt und 2004 habilitierte er sich dort im Fach Germanistik unter besonderer Berücksichtigung der Älteren deutschen Literatur. Nach Vertretungsprofessuren an der Universität Frankfurt, der FU Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg, folgte Jolie 2007 dem Ruf auf die Professur für Literatur der älteren Epochen am Deutschen Institut der Universität Mainz. Von 2011 bis 2017 war Jolie Dekan des Fachbereichs Philosophie und Philologie. Jolie engagierte sich besonders im Bereich der Internationalisierung von Studium und Lehre, er war Dijon-Beauftragter des Deutschen Instituts und Koordinator des Erasmus+ Strategic Partnership „TALC_me: Textual und Literary Cultures in medieval Europe“ (gefördert durch die EU).

Begrüßen wird Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

Gefördert durch die Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum.

Dienstag | 02.04.2019 | 17.00 Uhr | Eintritt: frei mit denm Kulturpass

europa_morgen_land – Tanja Maljartschuk (Lesung)

Sonntag, 31. MÄRZ 2019, 17 UHR

Wo: Hausboot im Kulturzentrum dasHaus, Bahnhofstraße 30, Ludwigshafen
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.
Kartenwünsche bis 3 Tage vor Veranstaltungbeginn beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550)

 

Tanja Maljartschuk

» Wieso gerade er? Das ist die schwierigste
Frage, auch für mich selbst. Wie bin ich
darauf gekommen, über ihn zu schreiben?
Was verbindet uns?
Meine Antwort ist: nichts.
Wir haben einander nie getroffen (eine Begegnung
wäre rein physisch unmöglich gewesen),
wir sind nicht verwandt, stammen nicht aus derselben
Gegend, haben nicht einmal dieselbe Nationalität.
Er ist Pole, ich bin Ukrainerin. Er ist
Denker, als Politiker ein Philosoph, als Historiker
ein Poet, ich hingegen bin ein Mensch ohne
bestimmten Beruf, Manipulatorin von Worten
und Ideen, ich kann schreiben und ich kann
schweigen. Wir sind so verschieden, sind einander
so fremd, dass keine Erzählung uns verbinden
könnte, wäre da nicht meine irrationale
Sturheit. «

Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk,
Ukraine, geboren, studierte Philologie an der Universität
Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem
Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien
auf Deutsch ihr Erzählband „Neunprozentiger
Haushaltsessig“, 2013 ihr Roman „Biografie eines
zufälligen Wunders“ und 2014 „Von Hasen und
anderen Europäern“. 2018 erhielt sie für den Text
„Frösche im Meer“ in Klagenfurt den IngeborgBachmann-Preis.
Die Autorin schreibt regelmäßig
Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und
für Zeit Online und lebt seit 2011 in Wien.

Moderation: Eleonore Hefner

https://europamorgenland.de/wp-content/uploads/2018/10/eFlyer_EML2018-19-2.pdf

Veranstalter:
Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und
Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den
Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer
QuerKultur Rhein-Neckar e.V